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A new interview with Aidan Turner from the German scifi/fantasy magazine Nautilus from November 22.  Warning: Contains spoilers for the third film.  Scans and translation shared by ArchedCory, one of the newest contributors to Heirs of Durin.

[English version at the end]

Der schönste Zwerg von Mittelerde?

Kämpfer Kili

Interview mit Aidan Turner

Der 1983 geborene Ire Aidan Turner war kurz in der Serie Die Tudors zu sehen, aber er fiel erst in der BBC-Serie Being Human mehr Zuschauern auf, als er einen Vampir spielte. In Peter Jacksons Verfilmung von Der Hobbit verkörpert er den Zwerg Kili, den jüngeren Bruder Filis und Neffen von Thorin Eichenschild. NAUTILUS-Mitarbeiter Alexander Huiskes konnte ein exklusives Interview mit Aidan Turner führen.

Hallo, Mr. Turner.

Nenn mich Aidan, Mr. Turner klingt zu förmlich.

Wie bist du an diese Rolle gekommen?

Das ist so ziemlich die erste Frage, die mir jeder stellt. Willst du wirklich alle Stadien des Entscheidungsprozesses hören? So ein Casting entwickelt sich über lange Zeit und jedes ist anders. Im Lauf des Castings gehen einem tausend Dinge durch den Kopf, aber ich war erleichtert und ehrfürchtig, als ich gecastet war. Peter Jackson hat mit Der Herr der Ringe Filmgeschichte geschrieben und plötzlich war ich Teil dieses Kosmos, das auf Geschichten beruht, die lange vor meiner Geburt erschaffen worden sind. Ich war sehr sehr glücklich. Und neugierig darauf, wie sich Kili beim Drehen anfühlt.

Als du wusstest, dass du als Zwerg gecastet wurdest…

(unterbricht) … obwohl ich ziemlich genau die menschliche Durchschnittsgröße habe…

… wie hast du dich darauf vorbereitet?

Als die Entscheidung gefallen war hatte ich zwölf Wochen Intensivtraining, Fitnesstraining, Schwertkampf, Kampfchoreographie, Kostümproben und natürlich Lesen des Drehbuchs und des Romans Der Hobbit.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man einen Zwerg spielt und vor einem Hintergrund und mit Gegenständen umgehen muss, die ganz anders skaliert sind?

Sind wir nicht alle irgendwie Zwerge – nur die einen größer, die anderen kleiner? (Lacht) Nein, die Hauptarbeit hatten da wirklich die Kameraleute mit unterschiedlichen Blickwinkeln. An den Rest gewöhnt man sich ziemlich schnell.

Frauen, denen ich eine Aufnahme von Thorins Expedition gezeigt habe, waren sich schnell einig, dass du der Attraktivste der Zwerge bist. Glaubst du, Kili könnte für die weiblichen Fans das werden, was Legolas in Der Herr der Ringe war?

Zuerst mal Glückwunsch an dich, du kennst Frauen mit einem guten Geschmack. (lacht) Aber ich glaube nicht, dass ich besonders herausrage. Der Hobbit ist ein Ensemblefilm und jeder von uns Zwergen ist bemerkenswert, viel stärker als im Buch.

Wie groß war der Einfluss von John Rhys Davis’ Darstellung von Gimli in Der Herr der Ringe?

Wow, das hat mich noch keiner gefragt. Ich denke, dass Gloin die meisten Schwierigkeiten hatte, weil er Gimlis Vater spielt. Aber Johns Leistung war für uns alle eine Messlatte. Jeder der Zwerge ist eine einzigartige Figur und soll nicht wie ein zweiter Gimli wirken, aber als Schauspieler schaut man sich das sehr genau an und fragt sich immer: Warum hat er das getan? Was verrät er über die Figur? Was würde bei meiner Figur funktionieren, was nicht? Und über allem schwebt noch ein ganz anderer Druck. Als großer Tolkien-Fan wird John sich unsere Filme sehr genau ansehen. Ich hoffe er wird uns als seine Vorgängerfiguren und –generation überzeugend finden.

Kannst du uns deinen Kili beschreiben?

Ich konnte mich sofort mit ihm identifizieren und ich denke, er ist auch ein gutes Vorbild. Kili ist tapfer, loyal, neugierig, aufgeschlossen und glaubt an Freundschaft.

Warst du mit seiner letzten Szene zufrieden?

Mit dem eigenen Tod zufrieden zu sein kann ich mir nicht vorstellen. Es war unglaublich hart, härter als ich anfangs gedacht hätte, aber ich glaube, er gewinnt dadurch für die Zuschauer an Tiefe.

In Kürze spielst du Luke in der Verfilmung von Cassandra Clares Jugendbuchreihe, die mit City of Bones beginnt. Welche Rolle wird sich für deine zukünftige Karriere als wichtiger erweisen – J.R.R. Tolkiens Zwerg oder Cassandra Clares Werwolf?

Mein Gott, wenn ich das wüsste. Ich habe keine Ahnung, beides macht Spaß. Wie wär’s damit: Du schaust dir alle Filme an und wir sprechen in einem Jahr noch mal darüber, okay?

Das werde ich garantiert. Aber jetzt freuen wir uns erst mal auf den ersten Teil von Der Hobbit. Vielen Dank für das Gespräch!

Gern geschehen. Viel Spaß im Kino!


[Translation from German by ArchedCory]

The most attractive Dwarf of Middle-Earth?

Fighter Kili

Interview with Aidan Turner

Born in 1983 Irishman Aidan Turner briefly appeared in the series The Tudors, but he became widely known through the BBC-series Being Human where he played a vampire. In Peter Jackson’s film adaptation of The Hobbit, he plays the dwarf Kili, the younger brother of Fili and nephew of Thorin Oakenshield. NAUTILUS reporter Alexander Huiskes could do an exclusive interview with Aidan Turner.

Hello, Mr. Turner.

Call me Aidan, Mr. Turner sounds too formal.

How did you get this role?

This is pretty much the first question everybody asks me. Do you really want to hear all stages of the decision process? Such a casting develops over a long time and each one is different. During the Castings a thousand things run through your head, but I was relieved and in awe when I was cast. Peter Jackson made film history with The Lord of the Rings and suddenly I was part of this universe, which is based on stories that were created long before my birth. I was very very happy. And curious how Kili would feel during the filming.

When you knew that you were cast as a dwarf …

(Interrupts) … although I’m pretty much the average human size …

… How did you prepare for that?

When the decision was made, I had twelve weeks of intensive training, fitness training, sword fighting, fight choreography, dress rehearsals, and of course I had to read the script and the novel The Hobbit.

What does it feel like when you play a dwarf and deal with objects and backgrounds, which are scaled differently?

Aren’t we all somehow dwarves – some bigger, the other smaller? (Laughs) No, most of the work was really done by the camera people with different perspectives. You get used to the rest pretty quickly.

When I showed women pictures of Thorins company they were quick to agree that you’re the most attractive of the dwarves. Do you think for the female audience Kili could be what Legolas was in Lord of the Rings?

First off, congratulations to you, you know women with a good taste. (Laughs) But I do not think I particularly stand out. The Hobbit is an ensemble film and each of us dwarves is remarkable, much more than in the book.

How great was the influence of John Rhys Davis’ portrayal of Gimli in The Lord of the Rings?

Wow, nobody has asked me that yet. I think Gloin had the most trouble because he plays Gimli’s father. But John’s performance was a benchmark for all of us. Each of the dwarves is a unique figure and not intended to act as a second Gimli. But as an actor, you look very closely and the question is always: Why did he do that? What does he say about the character? What would work for my figure what not? And still above all hovers a very different pressure. As a big fan of Tolkien John will look very carefully at our movies. I hope he will find us convincing as his predecessor figures and generation.

Can you describe your Kili?

I could immediately identify with him and I think he is a good role model. Kili is brave, loyal, curious, open-minded and believes in friendship.

Were you satisfied with his last scene?

I can not imagine to be satisfied with your own death. It was incredibly hard, harder than I had originally thought, but I think he gains depth for the audience.

Soon you play Luke in the film adaptation of Cassandra Clare’s youth book series, beginning with City of Bones. What role will prove more important for your future career – J.R.R. Tolkiens dwarf or Cassandra Clare’s werewolf?

My God, if I only knew. I have no idea, they were both fun. How about this: You watch all the movies and we talk about it again in a year, okay?

I’ll definitely do that. But for now we look forward to the first part of The Hobbit. Thanks for the interview!

You’re welcome. Have fun at the cinema!